Flucht.
Oder: Ankommen
in einem neuen
Leben.
Verena Linke
Leitung Projektmanagement
0157 / 76 81 50 03
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Betreuung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter (UMAs)
Die Flucht aus der Heimat ist für Kinder und Jugendliche eine der größten Herausforderungen, die sie bewältigen müssen. Sie lassen ihre Familie, ihre Freunde und ihr gewohntes Umfeld zurück, um sich in einer neuen, oft fremden Gesellschaft zurechtzufinden. Viele dieser jungen Menschen haben traumatische Erlebnisse hinter sich und stehen vor der schwierigen Aufgabe, sich in einem völlig neuen Lebensumfeld zu orientieren.
Dieser Herausforderungen nehmen wir uns seit 2016 an und bedienen inzwischen ein breites Feld an Angeboten. Unsere Leistungen umfassen die Grundversorgung von Neuaufnahmen, Unterstützung bei den integrativen Prozessen, Entlastungsangebote bei psychischer Belastung, Vermittlung der behördlichen und gesellschaftlichen Abläufe und Regeln, individuelle Förderung, ggf. Vermittlung in Folgeeinrichtungen, sowie Begleitung bei der Überleitung in den Erwachsenenbereich.
Wir sind für die Jugendlichen Bezugspersonen, die ein offenes Ohr bieten, Frustration aushalten und Aufklärungsarbeit leisten, mit unterschiedlichen freizeitpädagogischen Angeboten für Abwechslung sorgen, die schulische und berufliche Anbindung begleiten, ein Ort schaffen in dem sie Ankommen können und bei dem sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden. Dabei legen wir besonderen Wert auf interkulturelle Sensibilität und die Förderung ihrer individuellen Potenziale und Bedarfe.
Darüber hinaus bieten wir seit 2016 eine Notschlafstelle für nichtmitwirkungsbereitwillige nordafrikanische Jugendliche an. Hier werden Jugendliche betreut, die mit den Regelangeboten des Jugendhilfesystems nicht erreicht werden und die meist grenzverletzendes, herausforderndes und gewaltbereites Verhalten zeigen. Häufig steht dieses Auftreten in Verbindung mit Straftaten und Drogenkonsum. Das Betreuungssetting umfasst die Grundversorgung der Jugendlichen und dient der Vermeidung von Obdachlosigkeit. Die Betreuer stellen über einen ähnlichen kulturellen Hintergrund und die gleiche Sprache den Zugang zu der Zielgruppe her, unterstützen die behördlichen Abläufe und eruieren die individuellen Bedarfe und Anforderungen der Jugendlichen.
Unser Netzwerk umfasst Fachkräfte aus den Bereichen Sozialpädagogik, Psychologie, Traumatherapie, Sprachvermittlung und Erlebnispädagogik, die gemeinsam daran arbeiten, die jungen Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu stärken.
Durch enge Zusammenarbeit mit Behörden, Schulen und anderen relevanten Institutionen stellen wir sicher, dass alle notwendigen Maßnahmen individuell abgestimmt und nachhaltig umgesetzt werden. Unser Ziel ist es, den Jugendlichen nicht nur Sicherheit zu bieten, sondern sie auch in ihrer Selbstständigkeit zu fördern, damit sie eine Zukunftsperspektive entwickeln und langfristig in unserer Gesellschaft ankommen können.